Evern

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    Sankt Georg ist die Keimzelle

    Ein Drachenheiliger als Schutzpatron: Im Kampf gegen die heidnischen Wenden erwählten sich im Mittelalter die „Freien“ aus Evern für ihr Gotteshaus den Drachentöter St. Georg.
    ,,Sünte,Jürgen“ , wie der heilige Georg in plattdeutscher Sprache heißt, gilt als Keimzelle des Kirchspiels Haimar.

    Eine Urkunde aus dem Mai 1117 bezeugt: Wir wo1len, daß allen Gläubigen Christi kund und zu wissen getan werde, daß Graf Adelbert von Haimar Zustimmung seines Sohnes Berthold einen Tausch eingegangen ist gegenüber dem Priester Adälbert an der Mutterkirche in Lühnde“.
    Dem Pfarrer übereignete der Großgrundbesitzer 24 Morgen Land eine Hofstelle in Schütellobeke- eine Ortschaft zwischen Klein und Groß Lobke – sowie eine Silbermark. Als Gegenleistung erreichte er die Abtrennung der Everner Kirchengemeinde von der Mutterkirche in Lühnde.

    Das Dorf war im Mittelalter ein ständiger Zankapfel zwischen den Herrschergeschlechtern und Kirchenbistümern. Seit 1386 dem Hildesheimer Domkapitel zugehörig gab es – besonders in der Reformationszeit - häufig Streitigkeiten mit dem protestantischen Lüneburger Landesherren. Dieser wollte 1534 die Reformation durchsetzen. Die Everner schlugen sich jedoch auf die Seite des katholischen Domprobstes und besuchten kurzerhand ein auswärtiges Gotteshaus. An diese Protestwege erinnert der ehemalige „Hillgenweg“, der heilige Weg von Evern in das Stift Hildesheim. Die starrsinnigen Einwohner hielten an ihrem Glauben nicht mehr als 1oo Jahre fest' Überliefert ist, dass 1665 beim Tod eines Hildesheimer Domprobstes die Glocken der Kapelle geläutet wurden. Erst bei Androhung einer Geldstrafe fügte sich die ,,gantze Eversche gemeine" dem Läutverbot der weltlichen Herren. Die Retourkutsche: Beim Ableben des Landesfürsten verweigerte man für ihn das Totengeläut.

    Bis zu Beginn des 1B. Jahrhunderts existierte eine schlichte Kapelle ohne Bänke und Beichtstuhl. Die Baufälligkeit machte 1723 einen völligen Neubau erforderlich, der 1825 einem Großbrand zum opfer fiel. 1852 wurde die heutige Kapelle auf den Grundmauern ihrer Vorgängerin errichtet. In deren Schatten wurde in früheren Zeiten auch Tote begraben, die auf den Gottesacker der Kirchengemeinde unerwünscht waren.

  • Hier finden Sie die Veranstaltungen die wir in unserem Durchführen.

  • Zur Begrüßung des 1. Mai wird in Evern an verschiedenen Stellen musiziert. 

    Der erste Ton fällt pünktlich um 8:00 morgens.

    Mit Mai-Liedern wie "Komm Lieber Mai und mache..."  und flotten Weisen aus den Repertoire der Musikkapelle Evern

    wird bis in den Nachmittag hinein musiziert.

     

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    Evern feierte den Auftakt in das Jubiläumsjahr "900 Jahre Evern". Der Schützenverein Evern, als Gastgeber dieser Veranstaltung proklamierte die Winterkönige und Pokalsieger.

    Zu der sehr gut besuchten Veranstaltung begrüßte der 1. Vorsitzende des SV Evern, Rüdiger Kappei neben den örtlichen Vereinen auch den Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich.
    Wilfried Notbohm eröffnete den Abend mit einem kleinen Historischen Vortrag über Evern. In diesem Vortrag wurde geschichtliches zu Familien, Häusern und Hofstellen aus Evern vorgetragen. Viele Informationen wurden hierzu in dem kleinen Arbeitskreis Historie zusammengetragen. Hierzu wurden auch an verschiedenen Terminen die Mitbürger aus Evern eingeladen um ihr noch vorhandenes Wissen über Evern weiterzugeben.
    Der Vortrag zum Auftakt unseres Jubiläumsjahres wurde von den Gästen mit großem Interesse verfolgt. Eine Fortsetzung findet das Thema in diesem Jahr bei der Historischen Dorfführung und bei der Jubiläumsfeier im Juni.

    Mit den Ehrungen bei der Proklamation der Schützen und Schützinnen ging der Abend weiter. 
    Die folgenden Preisträger und Könige wurden mit Scheiben und Pokalen geehrt.

    Eine Leistungsnadel ging an Loni Bumcke; Thomas Franke und Manfred Kischio.
    Den Winterpokal hat Ellen Brause errungen. Der Ortsratpokal ging an Thomas Franke.

     

     

    Die Winterkönigsehren gehen an:
    Königin mit dem Lichtpunktgewehr wurde Anneke Rampenthal.
    Schülerkönigin wurde Anna Brix.
    Damen Königin wurde Christel Rau (2. Jennifer Rau; 3. Hanne Dornheim)
    Herren König wurde Rüdiger Klinge (2. Thomas Franke; 3. Heinrich Klinge)

    Die Winterscheibe zum Jubiläums Volkskönig hat Wilhelm Rampenthal mit einem 9'er Teiler errungen.

    Nachdem der DJ die Könige zum Ehrentanz gebeten hat, ging der Abend in den gemütlichen Teil mit Musik und Tanz über.

     

     

     

  • Seit der Gebiets- und Verwaltungsreformreform im Jahre 1974 ist die ehemals selbständige Gemeinde Evern ein Ortsteil der heutigen Stadt Sehnde. Der Ort Evern gehört mit seinen ca. 570 Einwohnern zu den von der Kernstadt Sehnde, östlich gelegenen Gemeinden.

    Zwischen dem Billerbach und dem Mittellandkanal macht der kleine Ort einen etwas verschlafenen Eindruck. Doch diese Wahrnehmung täuscht. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein erstaunlich vielfältiges Dorfleben. Dieses wird auch durch die vielen Vereine des Dorfes, die die Traditionen pflegen, aber auch neues aufgreifen dargestellt.

    Zahlreiche Dorfgeschichten werden kolportiert - zum Beispiel die Anekdote, wie die ehemalige Dorfkneipe Fasanenkrug zu ihrem Namen kam. In einer Sommernacht, so wird berichtet, saß eine kleine Gesellschaft noch spät abends bei geöffneter Tür beim Bier. Ein Lichtstrahl fiel auf die dunkele Gasse und lockte einen Fasan an, der sich auf die Damentoilette verirrte. Nachdem der Vogel seine Freiheit wieder hatte, wurde die Kneipe umgetauft.

    Dorfkapelle Kapelle Evern

    Schon im Mittelalter demonstrierten die Dorfbewohner, dass sie ihren eigenen Kopf haben. Das Dorf wechselte häufig den Besitzer und wurde periodisch dem katholischen Bistum Hildes­heim und dem evangelischen Fürstentum Lüneburg/Celle verpfändet. Die Lehnsherren bestimmten aber die Konfession ihrer Untergebenen, So wurde Evern in kurzen Abständen evangelisch und dann wieder katholisch, bis sie unter Strafandrohung wieder zwangskonvertiert wurden.

     Evern war früher ein typisches Haufendorf. Es gehörte der Familie von Saldern, deren Wappenbild, die Rose, sich im Ortswappen wieder findet.

    Der große Brand im Juni 1825  hat nur wenige Häuser verschont, und das Ortsbild entscheidend verändert. Das Feuer bereitete sich mit großer Schnelligkeit aus. Hilflos mussten die Bauern zusehen, wie ihr Besitz in Schutt und Asche fiel. Beim Wiederaufbau wurde auf einen größeren Abstand zwischen den Häusern geachtet. Die alte Bausubstanz ging fast völlig verloren.

    Der Ortsbürgermeister (Seit 1991 Konrad Haarstrich)  kümmert  sich um die Belange der Ortschaften Dolgen ; Evern ; Haimar . In dieser Amtszeit gelang eine Flurbereinigung mit vielen Freiflächen für Baum- und Strauchpflanzungen und im Zuge der Dorferneuerung eine ansprechende Gestaltung von Dorfplatz und Teich


    Quellen:
    Sybille Heine Burgdorfer Anzeiger  Ausgabe 135      Di. 14.juni 2005

     

    Hier finden Sie unser Dorf

     

     

     

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